
Der Job Pate ist ein Augsburger Bildungsprojekt, das Schülern beim Übergang von der Schule in das Berufsleben sogenannte Paten zur Unterstützung an die Seite stellt und so Zukunftsperspektive schenkt. Seit Oktober 2005 läuft das Bildungsprojekt des Stadtjugendring Augsburg (SJR) im Rahmen des Bündnisses für Augsburg an der Hans-Adlhoch-Hauptschule in Pfersee und soll auf Dauer auch auf andere Schulen ausgeweitet werden.
Seit kurzem präsentiert sich das Projekt, das unter anderem von Robert Mailer ins Leben gerufen wurde, auch auf wikando. Deshalb haben wir die Chance genutzt, Robert Mailer genauer zu fragen, wie “Der Job Pate” genau funktioniert und welche Erfahrungen er selbst mit den jungen Schülern gemacht hat:
Herr Mailer, Sie präsentieren das Projekt “Der Job Pate” auf wikando. Was möchte Ihr Projekt erreichen?
Wir setzen uns speziell für Schüler der 8./9. Klasse der Hauptschulen ein. Hierbei versuchen wir das Know-How unserer Jobpaten (Vorruheständler, Ruheständler), die sehr lange in der Ausbildung tätig waren oder Personalverantwortung (Mittelständler, Personalchefs) getragen haben, an den Schüler bzw. die Schülerin zu bringen. Wir wollen die Jugendlichen gezielt in Ausbildungsberufe lotsen, die Ihnen Spass machen und in denen Sie Ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten voll ausspielen können.Das gelang uns in den letzten Jahren mit sensationellem Erfolg!
Und wie sind Sie dazu gekommen?
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Jugendliche aus den Hauptschulen immense Probleme haben eine geeignete Ausbildungsstelle zu finden. Gerade die Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung war hier ein großes Problem. Ebenso stellten wir fest, dass viele Jugendliche von den Pädagogen keine oder nur sehr wenige Ratschläge in Punkto Berufswahl annahmen. Durch die Idee, das bürgerschaftliche Engagement mehr und mehr in die Sozialarbeit mit einzubeziehen, kam uns der Gedanke ein Patenmodell für die Schülerinnen und Schüler der 8./9. Klassen der Hauptschule zu entwickeln.

Welche Erfahrungen haben Sie mit den Jugendlichen gemacht? Wie haben Sie diese Erfahrungen geprägt?
Bisher haben wir fast nur sehr positive Erfahrungen mit den teilnehmenden Jugendlichen gemacht. Viele der Jugendlichen sind sehr froh, endlich jemanden gefunden zu haben, der sich für Sie und Ihre Situation interessiert und der sich die nötige Zeit nimmt, um Sie umfassend zu beraten.
Gleichzeitig hat sich herausgestellt, dass die Paten hier nicht die besseren Berufsberater sind, sondern hauptsächlich die fehlende Familienunterstützung kompensieren. Diese stete Größe spornt die Jugendlichen an, weiter am Ball zu bleiben, und nicht so schnell die “Flinte ins Korn” zu werfen.
Wie kann man Sie bzw. Ihr Projekt unterstützen und mithelfen?
Unterstützung und Hilfe sind in unserem Projekt auf zwei Wegen möglich. In erster Linie freuen wir uns über jeden, der auch mit seinem Wissen und seiner Erfahrung bei uns Jobpate werden möchte.
Leider brauchen auch wir ab einer gewissen Größe, eine Koordination von institutionellen Wissen zum Ehrenamt. Dies bewerkstelligen wir seit einiger Zeit mit einer Teilzeit -Mitarbeiterin. Da die Personalkosten bisher nicht fest finanziert werden konnten, versuchen wir auf dem Spendenweg diese Koordinationsstelle weiter finanzieren zu können. Dabei sind wir auf Geldspenden angewiesen.
Wenn Ihr mehr über Robert Mailer und “Der Job Pate” erfahren oder dieses Bildungsprojekt unterstützen möchtet, dann könnt Ihr das auf dem aktuellen “Der Job Pate”-Profil !