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Kleine Helden ganz tapfer: Die Kinder der Kinderklinik München Schwabing

geschrieben von Madeleine am Donnerstag, 4 Februar 2010

Als ich heute über den Weltkrebstag gelesen habe, bin ich auch auf den eindrucksvollen ZDF-Beitrag “Kleine Helden ganz gross” über die Kinderklinik München Schwabing und die jungen Patienten gestoßen.

 

Kranke oder sozial benachteiligte Jugendliche benötigen Unterstützung, um die Möglichkeit zu bekommen, nach der Behandlung mit einem guten Schulabschluss oder einer Ausbildung in ein “normales” Leben zurückkehren zu können.

Gleichzeitig leiden die Jugendlichen häufig unter „Sinnlosigkeit“, Resignation und fehlenden Zielen im Leben. Unterricht im Krankenhaus gibt den jungen Patienten ein Gefühl der Normalität, etwas, das sie mit dem Leben draußen – außerhalb der Klinik- verbindet.

 

 Projekt Vision Sounds: Musik-CDs zur Unterstützung von Jugendlichen

Einen guten Zugang zu Jugendlichen findet man häufig über die Musik. Gemeinsam mit betroffenen Jugendlichen hilft Social Affairs, neue Perspektiven zu erarbeiten und Zukunftsvisionen wirklich werden zu lassen.
Mit den Jugendlichen zusammen erstellen die Projektverantwortlichen Musik-CDs, die für Firmen als kostengünstige „Give Aways“ produziert werden.

Der Erlös aus dem Verkauf der CDs fließt in die Betreuung der kranken Kinder und Jugendlichen der Krebsstation in der Kinderklinik München Schwabing.

Hier auf wikando erfahrt Ihr mehr zum Projekt und könnt auch gleich dafür spenden!

Rettungsanker Haiti: Danke! – Ein Gastbeitrag von Johnny Haeusler (Spreeblick)

geschrieben von Mirj am Montag, 25 Januar 2010

Rettungsanker Haiti: Danke!

Es war ein Novum für Spreeblick und auch für mich als Person. Zum allerersten Mal habe ich vor einer Woche damit begonnen, meinen und unseren Namen mit einer Spendenaktion zu verbinden, unsere Leserinnen und Leser also direkt darum zu bitten, ihr Geld für einen bestimmten Zweck auszugeben.

Die Erdbeben-Katastrophe von Haiti, bei der mit über 100.000 Toten und einem Vielfachen an Verletzten gerechnet wird, und die das ohnehin von Armut und Chaos gebeutelte Land binnen weniger Minuten in den verzweifelten Kampf ums pure Überleben gestürzt hat, ist Grund genug, wenigstens in die eigene Tasche zu greifen und andere darum zu bitten. Zehntausende von Prothesen werden in den nächsten Wochen lt. SZ für die Überlebenden benötigt, hunderte von Notoperationen werden täglich unter freiem Himmel durchgeführt, und über allem schwebt die zusätzliche Angst vor Seuchen, Gewalt und Nachbeben. Die Angst davor, dass man von der Hölle in das dunkle Verlies darunter geschickt werden könnte.

Nur Schwerstzyniker und Gewohnheitsfatalisten können in einem solchen Fall darüber sinnieren, dass Geld nicht wirklich hilft und sich über “Gutmenschen” beschweren.

Es stimmt: Das Thema Hilfsorganisation (und Entwicklungshilfe nochmal mehr) ist viele Diskussionen wert. Es stimmt ebenfalls, dass alles, was mit Geld zu tun hat, auch ein Geschäft ist, von dem nicht nur in diesem Fall fatalerweise auch Leute profitieren, die alles andere als Katastrophenopfer sind. Und es ist ebenfalls richtig, dass Geld allein nicht hilft.

Ich betrachte Geldspenden dennoch als enorm wichtig und keineswegs als „Ablasshandel“, sondern als eine Art der Anteilnahme und Unterstützung derer, die tatsächlich helfen können. Ich behaupte, dass beinahe jede Spenderin, jeder Spender sich wünscht, den Mumm, das Know-How und die Ausbildung dafür zu haben, sich aktiv und vor Ort nützlich zu machen, ich behaupte, dass viele Menschen mehr tun würden als Geld zu geben, wenn sie könnten. Und ich weiß, dass vielen die Ambivalenz von Spendenaktionen sehr bewusst ist.

Weshalb ich mich umso mehr bedanke für euer Vertrauen in uns als „Absender“ der Rettungsanker-Aktion und auch für die Unterstützung bei der Verbreitung im Netz, die auch von Medien wie z.B. Der Westen, Welt Online und JoSchaefers für die Frankfurter am Sonntag kam und noch immer kommt.

Ich gehe davon aus, dass die „Zielsumme“ (viele Wörter sind in einem solchen Kontext erbärmlich und unangemessen) übers Wochenende erreicht wird. Die Aktion ist damit nicht beendet, Spenden sind weiterhin möglich, nötig und willkommen, das monetäre, symbolische „Ziel“ heben wir jedoch nicht noch einmal an.

Das wahre Wunschziel, solche und andere Tragödien gar nicht erst passieren zu lassen, kann niemals erreicht werden, weshalb wohl niemand eine Spendenaktion wirklich als „Rettung“ bezeichnen würde – es bleibt aber die Hoffnung, einen minimalen Hilfsbeitrag zu leisten. Ich gehe nach den Gesprächen mit „Aktion Deutschland Hilft“ beruhigt davon aus, dass euer Geld an einer richten Stelle angekommen ist.

Wir würden als Medium gerne mehr leisten als Spenden zu sammeln oder Reportagen zu verlinken. Ich konnte zwar in den vergangenen Tagen mit Hilfe einiger Leser/innen Kontakte zu Menschen auf Haiti und/ oder Freunden dieser Haitianer aufnehmen und sie um kurze Dialoge, Berichte oder Eindrücke bitten, ich bin aber enorm schlecht darin, bei solchen Ereignissen „nachzuhaken“. Ich gehe davon aus, dass man auf Haiti wichtigeres zu tun hat, als Texte zu tippen oder mit mir zu skypen, habe vollstes Verständnis dafür und mag den Leuten nicht auf den Wecker gehen und damit im Weg stehen.

Johnny Haeusler

Online-Fundraising in Krisenzeiten

geschrieben von Madeleine am Samstag, 23 Januar 2010

Angesichts der Erdbebenkatastrophe in Haiti nutzen Hilfsorganisationen vermehrt neben SMS Spenden auch Online-Fundraising Maßnahmen – und das mit Erfolg!

ADH Twitter
 
Updates und Spendenaufrufe erreichen uns nicht nur im TV, sondern via Twitter undFacebook. Hilfsorganisationen wie Aktion Deutschland Hilft, die Kindernothilfe oder UNICEF treten in direkten Kontakt zu ihren Spendern, berichten über die Schwierigkeiten und die Erfolge im Krisengebiet und rufen zum Spenden im Internet auf.

Schon kurz nach dem Erdbeben wurden wir via Twitter und Blogs über die Situation in Haiti informiert und auf dem Laufenden gehalten – auch was die benötigte Unterstützung und unsere Möglichkeiten der Hilfestellung betrifft.

Vorbei sind die Zeiten, in denen wir eine Überweisung ausgefüllt und an eine Organisation “ohne Gesicht” verschickt haben. Heute identifizieren wir die Personen, die Hilfskräfte hinter den Organsiationsapparaten, denen unsere Spende das Helfen ermöglichen soll.

Die Anonymität des Spendens ist passé – das macht das Spendenverhalten für die Opfer in Haiti deutlich.

Das ist nur ein Beispiel für den Nutzen der Web 2.0 Tools während Katastrophenzeiten zeigt, dass Online-Fundraising ein Teil der Fundraising-Mittel für große und kleine Hilfsorganisationen geworden ist.